Laserkabel SMA / HP-SMA

Der F-SMA 905 Steckverbinder stellt seit vielen Jahren einen Standard innerhalb der Faseroptik dar. Ursprünglich aus dem Telekom-Bereich stammend, wird er dort schon längst nicht mehr eingesetzt. Auf Grund der dort mittlerweile eingesetzten hochgenauen Sigle-Mode-Fasern mit Modenfeld-Durchmessern im µm-Bereich wurden andere, präziser zentrierbare Steckertypen notwendig. Zur Verringerung der Einfügedämpfung sind hochzentrische Verbindungen, möglichst ohne Luftspalt nötig. Daher dominieren hier PC (physical contact) Stecker wie SC, FC/PC oder ST. Stecker wie der FC-APC verringert sogar die Rückreflexion durch Schrägstellung der Endflächen um 8°.

Im Laserbereich stellt der SMA für viele Anwendungsbereiche im unteren Leistungsbereich noch immer die ideale Lösung dar. Die einfache Konstruktion der SMA-Ferrule lässt eine einfache Anpassung an verschiedene Faserdurchmesser auch für Einzelstücken und Kleinserien zu. Bei Kerndurchmessern im Bereich >50µm sind Zentrizitätsabweichungen um wenige µm weniger relevant. Fasern mit Kerndurchmessern von 50µm bis 1000µm sind einsetzbar. Faserbündel und Arrays sind zum Teil bis 2,5mm Bündeldurchmesser möglich.

Für geringe Leistungen sind mit dem SMA sogar Faser-Faser-Kopplungen mit definierten Luftspalten - ohne separate Optiken - möglich.

Auch für die Sensorik und im Bereich der Spektroskopie wird häufig der SMA-Stecker eingesetzt. Hier sind auch Spezialkonstruktionen wie Linear-Arrays und runde Bündelanordnungen oder Y-Verzweigte LWL - zum Bsp. für Reflektionssonden - möglich.

Auch im Bereich der POF (Polymeroptische Fasern) ist der SMA, meist in der weniger präzisen Typ I Version vielfach der Steckverbinder der Wahl.

Auf Grund steigender Anforderungen bei Laser-Anwendungen wurden in der Vergangenheit viele Verbesserungen am SMA-Stecker durchgeführt. Üblicherweise werden für mittlere Leistungen bis 500 W aktuell Cu-Ferrulen für freistehende Faserenden eingesetzt (BF-SMA-HP). Hier kommt es darauf an, die Fasern möglichst zentrisch und im Einkopplungsbereich ohne Kleber zu verarbeiten, damit Streustrahlung nicht zur Absorbtion und zu Faserabbränden führt. Die Cu-Ferrulen reflektieren IR-Streustrahlung ideal und lassen gleichzeitig eine gute Wärmeableitung zu. Wo beim Standardstecker hauptsächlich die Ferrule heiß wurde, verteilt sich hier die Wärme auf den gesamten Stecker bis zur Aluminium-Hülse. Hier lassen sich bei Bedarf dann auch Luft- oder Wasserkühlungen einsetzen.

Für alle Anwendungen, für die der LLK-A zu groß und teuer, der SMA aber nicht leistungsfähig genug ist, empfiehlt sich der Einsatz des BF-D81. Hier wurde der sog. LD80 weiter optimiert, um die hohen Anforderungen in Bezug auf Laserleistung und Wärmeableitung bestmöglich zu erfüllen.

Bei Berlin Fibre sind der BF-SMA, der BF-SMA-HP und der BF-D81 Teil eines Baukastensystems, welches durch verschiedene Schlauch-Anschlusshülsen ganz unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten und optionale Funktionen bietet. Dies erlaubt es, spezielle Kundenanforderungen relativ kurzfristig - auch als Einzelanfertigung - umzusetzen.

Eigenschaften des BF-SMA

  • Abmessungen gem DIN EN 61754-22
  • Ferrulenmaterial aus Edelstahl oder ARCAP AP1D
  • Anschlussgewinde: UNS 1/4"-36
  • verschiedene Hülsen für Metallschläuche mit AD 5mm, 6,5 mm und AD 11 mm verfügbar
  • auch mit 3mm Kunststoff-Schutzschlauch kombinierbar (FT030)
  • Einsatz für Faser-Arrays oder -bündel bis ca. 2,5mm möglich

Eigenschaften des BF-SMA-HP

  • Ferrule aus Kupfer
  • Faserende freistehend
  • Faser im Stecker rückseitig verklebt oder kleberfrei montiert. 
  • verbesserte Wärmeableitung
  • hohes Reflexionsvermögen für IR-Streustrahlung

Optionen

  • Mode-Strip-Konfiguration zur Verringerung der Mantelmoden
  • Luft- oder Wasserkühlung
  • Bruchsicherung mit Interlock-Anschluss
  • Temperatursicherung

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